Elisabeth Zöller

Lebenslauf

Elisabeth Zöller wurde 1945 in Brilon geboren. Dort lebte sie 5 Jahre lang.

Ihre Eltern erzählten ihr vom Dritten Reich und so wurde sie als Kind auf Themen wie Armut und Unterdrückung aufmerksam gemacht. Schon als 12 jähriges Kind hatte sie den Wunsch Schriftstellerin zu werden. Die Faszination, durch Worte etwas bewirken zu können, brachte sie auf diese Idee.

Sie wollte erst mit 40 – 45 Jahren Schriftstellerin werden, da sie erst Erfahrungen und Worte sammeln wollte. Nach dem Abitur studierte sie Deutsch, Französisch, Kunstgeschichte und Pädagogik in München. Sie landete dann im Lehrberuf und schaffte, trotz aller Liebe zum Beruf, den Absprung. Von 1989 bis 1990 schrieb sie ihr erstes Buch.

Seitdem erschienen 50 Bücher für Kinder und Jugendliche für alle Altersstufen.

Es gibt drei Schwerpunkte in ihrer Arbeit: Gewalt, Drogen, Tod.

Elisabeth Zöller erhält für ihr Buch "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens"
den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2005 ...

   

Anton oder die Zeit unwerten Lebens
Jugendbuch ab 12-Jahren

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Anton ist Elisabeth Zöllers Onkel.
Anton wurde 1932 in Münster geboren. In Folge eines Unfalls leidet er an einer besonderen
Form der Behinderung.
Zwar ist er begabt, aber durch seine Lähmung im rechten Arm hat er Schwierigkeiten beim Schreiben. Er sagt Anton anstatt Ich, wenn er von sich spricht.
Seit 1938 ist für einen wie ihn eigentlich kein Platz mehr in der Schule. Nur weil Onkel Franz
ihn in seiner Klasse aufnimmt, darf Anton an dem Unterricht teilnehmen.
1943 verstecken die Eltern Anton, weil er skrupellos gemobt wird. Er ist erst gerettet, als ein hilfreicher Arzt für ihn einen Totenschein ausstellt.
Es ist ein weiteres dunkles Kapitel des Dritten Reiches. Über den Reichsausschuss zur
wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten Leiden wurde 1939 eine Organisation geschaffen, wo geistig und körperlich behinderte Kinder erfasst, zur Forschung missbraucht und systematisch getötet wurden.

So hat die Autorin eine starke Identifikationsfigur geschaffen, die ein Stück deutsche
Vergangenheit gerade für jugendliche Leser lebendig werden lässt.